Long time no see.

In den letzten Wochen war es sehr still, wenn es um das Thema bloggen geht. An sich benutze ich das bloggen nur, um meinen Frust von der Seele schreiben zu können. Doch die letzte Zeit kam ich einfach nicht dazu - oder vielmehr...ich war nicht in der Fassung oder in der Stimmung dazu. Es sind jetzt 2 Monate her, seitdem ich angefangen habe, in dem Krankenhaus zu arbeiten. Die Arbeit ist zwar anstrengend und manchmal ziemlich belastend, aber ich genieße jeden Tag. Seit der ersten Woche ist mir klar, dass ich Krankenschwester werden will und das gesamte Team von meiner Station steht hinter mir. Selbst die Patienten sind zuckersüß und soooo dankbar. Die Arbeit lenkt mich von dem privaten Wirrwarr zum Glück perfekt ab. Im Moment lauf ich von einer Scheiße in die Andere. Vor 2 Wochen war ein Kumpel bei mir. Er wohnt gute 500km von mir entfernt. Und was soll ich sagen - wir sind zweimal in der Kiste gelandet. Ich bereue es zu tiefst. Zudem ich in einen anderen Jungen verliebt bin. Ich fühl mich wie ein GROßER Haufen Scheiße. Und mein Kumpel wusste es von vornerein. Und es war deutlich, dass er angefangen hatte. Ich bin auch mit Schuld. Keiner konnte sagen "Stop, es reicht." Ich dumme Nuss. Seitdem fühl ich mich so schuldig. Obwohl ich mit dem Jungen nicht zusammen war - das kam erst eine Woche später. Zu früh, denke ich mir. Aber ich will seine Gefühle nicht verletzen und unterdrücke mir den Gedanken an diese Nächte. Doch es klappt nicht. Ich belüge mich selber. Soll ich es ihm sagen? Wenn ja, was wird er dann nur von mir denken? Scheiß Situation. Aber richtig scheiße... Gestern kam dann nochmal ein Schlag in die Fresse: Eine verdammt gute Freundin von mir hat in der Brust einen Tumor. Klasse, oder? Was kommt noch alles?

1 Kommentar 25.11.10 21:08, kommentieren

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It's strange.

 

Im Moment fühle ich mich komisch. So leer. Es ist schwer zu sagen, ob es davon kommt, dass ich mich zu oft und zu viel über Dinge aufrege, die mir eigentlich am Arsch vorbei gehen sollten. Doch das tun sie mir ganz und gar nicht. Und ich denke das ich auch der Fehler, warum in mir selber so eine Leere auftritt.

 

Und gleichzeitig denke ich mir, kommt es auch noch daher, dass ich mich zu sehr gehen lasse. Seitdem ich im Wohnheim bin mach ich noch weniger wie davor. Es wird wirklich Zeit, dass ich einmal aus mit heraus komme und nicht das kleine schüchterne Mädchen bleib, das nur übersehen wird. Überall.

 

Deswegen wollen Verena und ich endlich einen Tanzkurs machen. Wenigstens etwas machen. Und ich wollte schon immer mal einen Tanzkurs machen. Auch wenn ich denke, dass es peinlich wird. :D

 

 

1 Kommentar 13.10.10 21:06, kommentieren

Change your mind

Im Moment sitze ich im Wohnafür heim, genieße die letzte Sonne und denke über die letzten Wochen nach. Was sich verändert hat. Was sich verändern wird. Sollte das mit meiner Ausbildung zur Krankenschwester wirklich klappen, beginnt für mich ein neues Leben. Es wäre für mich ein großer Fortschritt, nach so unendlich vielen Niederlagen nun endlich mal Glück zu haben und einen Beruf erlernen zu können, in dem ich glücklich bin und aufblühe. Ich lerne, Verantwortung zu übernehmen. Gerade bei ganzür  alten und kranken Leuten geht es hier um ihr Leben. Jeder Fehler kann riskant sein. Und gerade das macht es so herausfordernd. Ich konnte mich schon immer in andere Leute hinein versetzen und das ist vermutlich einer der Gründe, warum ich so einfühlsam und aufmerksam bin.

Es ist schön zu sehen, dass man etwas kann und von den Patienten ein Lob bekommt. Doch wenn ich Feierabend habe, geht es meist mit meiner Laune abwärts. Dieses Wohnheim ekelt mich an. Ich fühle mich nicht wohl und zu allem Überfluss gehen mir die jüngeren FSJ'lerinnen, außer mein Verenachen, total auf den Senkel. Ich lerne bereits jetzt schon und habe einen ganzen Karton mit Büchern von einer Freundin meiner Mutter bekommen, die auch Krankenschwester ist. Ist doch toll, dass ich mich dafür interessiere! Doch wenn dann die "Kleinen" kommen und sich drüber lustig machen geht mir das Messer in der Tasche auf...Ich bin gespannt, wann es den ersten großen Krach gibt.

 

 

YOU'LL NEVER GONNA SMILE WITH ME!

 

 

1 Kommentar 12.10.10 15:32, kommentieren

Those nights.

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Oft sind es die kleinen Dinge, die einen zum Lächeln bringen.

 

Im Moment genieße ich meine begrenzte Zeit nur mit den Mädels im Wohnheim. Besonders eine ist mir so sehr ans Herz gewachsen. Wir reden über das, was uns gerade beschäftigt. Beruflich. Privat.

 Es tut so gut mit einem besonderem Menschen einfach nur gammelig in einem Zimmer zu sitzen, Tee zu schlürfen und sich über den Krankenhausalltag lustig zu machen. Alleine würde ich irgendwann mit meinen ganzen Gedanken durchdrehen. Gerade wenn man Spätdienst hat, ist man danach so motivationslos um auch nur in irgendeiner Weise Party zu machen oder raus zu gehen. Da mümmelt man sich in einen Teppich, schmeißt sich aufs Bett mit der Guten und redet bis zur endgültigen Müdigkeit. So etwas lenkt mich gut von den teilweise harten Schicksalen ab. Und das ist auch gut so.

 

"Through all the hard times in my life those nights kept me alive"

 

Doch obwohl ich glücklich bin fehlt mir etwas. Nähe und Geborgenheit. Einfach einmal von einem Jungen in den Arm genommen zu werden, der es ernst meint. 

9.10.10 20:29, kommentieren

...the older I get

Der Tag heute hatte es in sich. Wie die ganze Woche eigentlich. Ich arbeite seit 5 Wochen nun auf der chirurgischen Station in einem Krankenhaus. Am Anfang hatte ich solche Angst, dass ich es nicht gebacken bekomme - mit den kranken Leuten und dem Pflegepersonal, da ich davor in der Krankenhausküche gearbeitet hatte. Überraschenderweise fiel es mir von Anfang an total leicht mit den Patienten umzugehen, auch wenn sie sich eingestuhlt hatten oder versehentlich auf den Boden gepinkelt hatten.
 
 Mittlerweile ist es so, dass ich als volle Kraft angesehen werde, die Patienten UND das Pflegepersonal mit mir zufrieden sind. Selbst, wenn ich mal den Blutdruck nicht gleich hinbekomme. Gerade das sind die Momente, in denen man sich sicher ist, dass man für diesen Beruf geschaffen ist.
 
 Selbst wenn es stressig ist, wie heute, arbeite ich gerne. Und das ist auch gut so. Zum ersten Mal in meinen Leben merk ich, dass ich etwas kann und dass ich zu etwas zu gebrauchen bin.
 
Es fühlt sich einfach toll an, wenn die Schwestern zu einem kommen, einen loben und neues erklären und machen lassen. Ich bin erst seit 5 Wochen in diesem Beruf und wohlgemerkt nur als FSJ'lerin. Ich darf Leute alleine waschen, Schienen stellen und unter Aufsicht spritzen. <3 Ein Grund mehr diesen Beruf zu erlernen. 
 
Je älter ich werde, umso mehr lerne und reife ich.
 
 

1 Kommentar 7.10.10 21:56, kommentieren

as my world comes down, once again.

Wenn man denkt, man hat einmal Glück oder es läuft gut bekommt man direkt wieder eine in die Fresse.

 

In wenigen Tagen steh ich wieder vor Gericht. Wegen ihm.

6.10.10 23:22, kommentieren